Regelwerk

Allkampf Regelwerk


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Bodenkampf Regelwerk


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Ju-Jutsu Allkampf

Der Kampf wird im Stand und in der Bodenlage in Anlehnung an die freien Anwendungsformen des Ju-Jutsu Prüfungsprogrammes geführt. Ziel ist der sportlich faire Wettkampf mit möglichst wenig Einschränkungen!


1. Erlaubte Techniken
Erlaubt sind im Stand und in der Bodenlage Schlag-, Tritt-, Knie-, Kopf- und Ellenbogentechniken (Atemi), Wurftechniken sowie Hebel-, Würge-, Halte- und Nervendrucktechniken.
Atemitechniken zum Kopf sind ausschließlich im Leichtkontakt anzubringen, zum Körper und zu den Beinen ist harter Kontakt erlaubt (Wirkungstreffer). Trefferfläche ist grundsätzlich der gesamte Körper (Vorder- und Rückseite). Erlaubt sind im Stand und in der Bodenlage Tritt-, Knie- und Schlagtechniken zum Kopf und Oberkörper sowie zu den Beinen, jedoch sind Kopf- und Ellenbogentechniken nur zur Vorderseite des Oberkörpers und den Beinen zugelassen.

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2. Punktwertung
Es werden nur gezielte und kontrolliert ausgeführte Techniken bewertet.

Atemitechniken:
- Treffer mit Hand oder Fuss = 1 Punkt
- Kopftreffer mit dem Fuss = 2 Punkte

· Wurftechniken:
- Klar erkennbare und sauber ausgeführte Wurftechnik = 2 Punkte
- Zu Boden bringen ohne erkennbare Technik = 1 Punkt

· Bodentechniken
- Erlaubte Atemitechniken zum Kopf oder Körper = 1 Punkt
- Haltetechnik in der Bodenlage 15 Sec. = 2 Punkte

Haltetechniken in der Bodenlage werden nur bewertet, wenn der Gegner seinerseits keine gezielten Atemitechniken anbringen kann, z.B. durch Kontrolle der Arme.

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3. Verbotene Techniken und Handlungen
Je nach Schwere des Verstoßes wird eine verbotene Technik oder Handlung mit einer Verwarnung oder sofortiger Disqualifikation geahndet. Bei Verwarnungen erhält der Gegner zwei Punkte. Die dritte Verwarnung führt automatisch zur Disqualifikation des Kämpfers. Entscheidungen des Kampfgerichts sind unanfechtbar! Verbotene Techniken und Handlungen sind beispielsweise:

· Kopf- und Ellenbogentechniken zum Kopf
· Tritttechniken gegen die Kniegelenke
· Finger- oder Handstiche
· Atemitechniken gegen Hals, Wirbelsäule oder Genitalien
· Techniken gegen die Wirbelsäule mit Ausnahme des Genickbeugehebels
· Nervendrucktechniken gegen die Augen
· Finger- und Zehenhebel
· Unsportliches Verhalten des Kämpfers oder seines Betreuers
· Eigengefährdung (z.B. ungeschütztes Vorwärtsgehen gegen Atemitechniken, nicht Abschlagen bei wirkungsvoll angesetzten Hebeltechniken)
· Sprechen auf der Matte ohne Aufforderung durch die Kampfrichter
· Verlassen der Kampffläche im Stand und in der Bodenlage ohne Verschulden des Gegners (Mattenflucht)
· Techniken, die vorsätzlich den Gegner verletzen sollen

Nicht verboten sind beispielsweise:

· Genickbeugehebel
· Wegdrücken des Kopfes am Kinn, oder mit dem Unterarm bzw. der offenen Hand (ohne Nervendrucktechniken)
· Würgen mit dem Unterarm
· Griff über Mund und Nase, um die Atmung zu erschweren
· Dem Gegner die Jacke über den Kopf ziehen
· Würgetechniken mit der eigenen Kleidung
· Würgetechniken mit den Beinen oder Füssen, ohne dass ein Arm des Gegners eingeschlossen wird

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4. Reguläre Kampfzeit und Kampfentscheidung
Die reguläre Kampfzeit beträgt 2 Runden à 2 Minuten mit 1 Minute Pause zwischen den Runden. Im Finale werden 3 Runden à 2 Minuten mit jeweils 1 Minute Pause gekämpft.
Nach Ablauf der regulären Kampfzeit gewinnt der Kämpfer, der die höhere Gesamtpunktwertung erreicht hat. Bei Gleichstand der Punkte gewinnt der Kämpfer, der in einer Verlängerung zuerst fünf Punkte erzielt. Eine vorzeitige Kampfentscheidung ist in folgenden Situationen möglich:

· Wenn ein Kämpfer durch Abklopfen, Ausrufen von "Stop" o.ä., bzw. wenn er oder sein Betreuer durch schlüssiges Handeln aufgibt, so verliert er den Kampf vorzeitig ohne Rücksicht auf den Punktstand
· 12 Punkte Vorsprung eines Kämpfers (technische Überlegenheit)
· Erhält ein Kämpfer, der seinen Gegner stehend oder aus der Oberlage überlegen kontrolliert, in unmittelbarer Folge fünf Punkte für Atemitechniken, ohne dass der Gegner seinerseits wirkungsvolle Abwehrtechniken einsetzen kann, so gewinnt er den Kampf vorzeitig (technische Überlegenheit). Die Überlegenheit muss unzweifelhaft erkennbar sein und bezieht sich in der Regel nur auf bestimmte Situationen (Absprache von Ausrichter, Kampfrichtern und Mannschaftsbetreuern vor dem Wettkampf wird empfohlen)
· Disqualifikation
· Kann einer Kämpfer aufgrund eines erlaubten Wirkungstreffers nach 10 Sekunden (Anzählen durch Kampfrichter) den Kampf nicht fortführen, so verliert er den Kampf
· Wenn ein Kämpfer nach Ausschöpfung der Verletzungszeit den Kampf wegen einer Verletzung nicht fortführen kann oder ein Arzt dem Kampfgericht den Abbruch des Kampfes anrät, verliert er den Kampf, wenn die Verletzung nicht durch den Gegner verschuldet wurde
· Entscheidung der Kampfrichter in besonderen Situationen

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5. Verletzungszeit
Die Verletzungszeit beträgt pro Kampf und Kämpfer maximal 1 Minute.


6. Persönliche Voraussetzungen, Bekleidung und Schutzausrüstung
Die Wettkämpfer sollen persönlich den allgemein anerkannten Vorstellungen von Körperhygiene und Etikette im Kampfsport entsprechen. Die Finger- und Zehennägel müssen so kurz geschnitten sein, dass sie den Gegner nicht verletzen können.
Als Wettkampfbekleidung ist ein Ju-Jutsu Anzug oder ähnliche feste Wettkampfbekleidung (Gi) zu tragen, der Waden und Unterarme zur Hälfte bedeckt. Die Farbe ist frei wählbar. Die Bekleidung und Schutzausrüstung muss sauber und in ordentlichem Zustand sein.
Als Schutzausrüstung sind Hand- und Knieschützer, sowie Fuß- und Schienbeinschützer zu tragen. Die Trefferflächen müssen ausreichend gepolstert sein. Im Einzelfall entscheidet das Kampfgericht über die Zulassung. Tiefschutz (bei männlichen Kämpfern) und Mundschutz sind ebenfalls Pflicht.

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7. Kampfrichter und Kommandos
Jede Begegnung soll von drei Kampfrichtern (ein Hauptkampfrichter, zwei Seitenkampfrichter) betreut werden. Der Hauptkampfrichter leitet den Kampf und spricht ggf. Verwarnungen aus. Die Seitenkampfrichter vergeben jeweils bei einem Kämpfer Punkte für Techniken im Stand und in der Bodenlage. Nach der ersten Runde tauschen die Seitenkampfrichter den zu betreuenden Kämpfer. Ein Zeichen mit der Hand oder einer Fahne nach unten bedeutet einen Punkt, ein Zeichen zur Seite zwei Punkte. Der Kampf wird durch "Kämpft" eröffnet und durch "Stop" unterbrochen bzw. beendet. Durch präzise Anweisungen kann der Hauptkampfrichter im Einzelfall bestimmte Positionen vorgeben bzw. wiederherstellen. Erkennt ein Kampfrichter eine Gefährdung für einen Wettkämpfer, kann er jederzeit den Kampf unterbrechen. Verwarnungen bzw. Disqualifikationen sind als solche zu artikulieren.
Die Kampfrichter sollen als solche Erkennbar sein (Bekleidung, Armbinde o.ä.). Kampfrichterentscheidungen sind unanfechtbar.

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8. Gewichtsklassen
Die Gewichtsklassen werden vom Ausrichter nach Bedarf festgelegt. Sie können abweichend von der Ausschreibung ggf. auch noch nach dem Wiegen und Feststellung der Beteiligung zusammengelegt bzw. geändert werden. Eine Einteilung in folgende Gewichtsklassen wird empfohlen:
· Weiblich: - 50 Kg, - 55 Kg, - 60 Kg, -65 Kg, - 70 Kg, + 70 Kg
· Männlich: - 60 Kg, - 70 Kg, - 80 Kg, -90 Kg, - 100 Kg, -120 Kg, + 120 Kg

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9. Anpassungen des Regelwerkes
Dieses Regelwerk dient lediglich als Rahmenrichtlinie für Ju-Jutsu Wettkämpfe nach den freien Anwendungsformen des Prüfungsprogramms. Der Ausrichter kann in Zusammenarbeit mit den Kampfrichtern und Mannschaftsbetreuern beschränkende Wettkampfregeln und Bestimmungen über die Kampfentscheidung festlegen.
Kinder und Jugendliche sollten ausnahmslos im Leichtkontakt kämpfen, Genickhebel sowie gedrehte Knie- bzw. Beinhebel sollten nicht zugelassen werden. Kinder sollten zudem entweder gänzlich ohne oder nur mit Atemitechniken zum Oberkörper kämpfen.

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Ju-Jutsu Bodenkampf (Grappling)

1. Erlaubte Techniken
Ziel ist es, den Gegner in der Bodenlage durch kontrollierte Hebel- oder Würgetechniken zur Aufgabe zu zwingen (keine Punktwertung). Nach dem Beginn im Stand soll der Kampf spätestens nach 10 Sek. in der Bodenlage geführt werden (Übergang vom Stand zum Boden oder Wurf), anderenfalls müssen beide Kämpfer in den Kniestand (mindestens ein Knie am Boden).
Im Stand dürfen keine Atemitechniken angewendet werden. Sobald einer der Kämpfer mit einem Knie den Boden berührt, darf dieser schlagen und treten. Der stehende Kämpfer darf weder schlagen noch treten.

Am Boden sind folgende Techniken erlaubt:
· Atemitechniken mit der Handinnenfläche zum Kopf (Leichtkontakt)
· Faust-, Knie-, Fuß-, Kopf- und Ellenbogentechniken zum Körper und zu den Beinen (harter Kontakt mit Trefferwirkung)
· Halte-, Hebel-, Würge- und Nervendrucktechniken sowie sonstige Techniken (u.a. Festlegetechniken unter Einbeziehung der Kleidung / Gürtel, Jacke über den Kopf ziehen, Atmung erschweren durch Zuhalten von Mund und Nase)

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2. Verbotene Techniken
Verboten sind alle unkontrolliert ausgeführten Techniken und Bewegungen, welche den Gegner ernsthaft verletzen können, insbesondere jedoch

· Kopf-, Ellenbogen-, Faust- , Fuß- und Knietechniken zum Kopf
· Atemitechniken zu Hals, Wirbelsäule und Genitalien, sowie gegen Gelenke
· Finger- oder Handstiche zum Hals oder ins Gesicht
· Finger- und Zehenhebel
· Sprechen auf der Matte
· Techniken, die vorsätzlich den Gegner verletzen sollen

Nach einer verbotenen Technik wird der Kampf unterbrochen. Je nach Schwere des Verstoßes kann eine verbotene Technik vom Kampfrichter mit einer Verwarnung oder sofortigen Disqualifikation geahndet werden (Tatsachenentscheidung). Der geschädigte Kämpfer kann entscheiden, ob der Kampf in der letzten Position weitergeführt werden oder der Gegner in die Bankposition muss (auf Knien und Händen; Geschädigter dahinter stehend, Hände auf der Hüfte des Gegners).
Die dritte Verwarnung führt automatisch zur Disqualifikation. Eine Disqualifikation kann im Einzelfall für den gesamten Wettkampf ausgesprochen werden. Für ein Fehlverhalten des Betreuers wird der Kämpfer mit einer Verwarnung oder Disqualifikation bestraft.

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3. Kampfzeit und Verletzungen
Die Kampfzeit beträgt 5 Minuten, bei Gleichstand wird um 5 Minuten verlängert. Der Kampf endet bei Aufgabe durch einen Kämpfer oder Betreuer, durch Disqualifikation sowie bei Gleichstand nach Verlängerung (Kampfrichterentscheidung). Der Ausrichter kann zusammen mit dem Kampfgericht festlegen, ob im Einzelfall eine zweite Verlängerung ohne Gi (Jacke) und Gürtel gekämpft werden soll. Die Verletzungszeit beträgt pro Kampf und Kämpfer 1 Minute! Verliert ein Kämpfer dass Bewusstsein, darf er an den betreffenden Wettkampftag nicht mehr kämpfen.

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4. Kampfausrüstung und Hygiene
· Fester Ju-Jutsu Anzug (Gi); Ellenbogen und Waden mindestens zur Hälfte bedeckt
· Tiefschutz für männliche Wettkämpfer (Pflicht)
· Sonstige Schutzausrüstung kann getragen werden (Zahnschutz dringend empfohlen)
· Wettkämpfer und Bekleidung / Schutzausrüstung müssen den allgemeinen Hygieneanforderungen entsprechen (Überprüfung durch Kampfrichter)

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5. Kinder- und Jugendwettkämpfe
Die Kampfzeit beträgt bei Kindern bis 14 Jahre 3 Minuten, bei Gleichstand wird um 1,5 Minuten verlängert (ggf. Kampfrichterentscheidung). Kinder bis 14 Jahre dürfen keine Atemitechniken anwenden, ebenso sind bei Kindern und Jugendlichen Genick-, sowie gedrehte Bein- und Fußhebel generell verboten. Bei Kindern und Jugendlichen entscheidet der Kampfrichter, ob eine Technik wirkungsvoll angesetzt wurde. Er bricht ggf. den Kampf ab und vergibt den Sieg.

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6. Kampfrichter und Kommandos
Die Kampfrichter sollen als solche Erkennbar sein (Bekleidung, Armbinde o.ä.). Ihren Entscheidungen ist Folge zu leisten, sie sind unanfechtbar. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren sollen möglichst zwei Kampfrichter in jeder Begegnung eingesetzt werden.
Der Kampf wird durch "Kämpft" eröffnet und durch "Stop" unterbrochen bzw. beendet. Durch präzise Anweisungen kann ein Kampfrichter im Einzelfall beispielsweise bestimmte Positionen vorgeben bzw. wiederherstellen.
Erkennt ein Kampfrichter eine Gefährdung für einen Wettkämpfer, kann er jederzeit den Kampf unterbrechen oder beenden! Verwarnungen bzw. Disqualifikationen sind als solche zu artikulieren.

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7. Gewichtsklassen
Die Gewichtsklassen werden vom Ausrichter nach Bedarf festgelegt. Sie können ggf. auch noch nach dem Wiegen und Feststellung der Beteiligung zusammengelegt werden. Bei Erwachsenen wird die Einteilung in folgende Gewichtsklassen empfohlen:
· Weiblich: - 50 Kg, - 55 Kg, - 60 Kg, -65 Kg, - 70 Kg, + 70 Kg
· Männlich: - 60 Kg, - 70 Kg, - 80 Kg, -90 Kg, - 100 Kg, -120 Kg, + 120 Kg

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8. Anpassungen des Regelwerkes
Dieses Regelwerk dient als Rahmenrichtlinie für Ju-Jutsu Wettkämpfe nach den freien Anwendungsformen des Prüfungsprogramms. Der Ausrichter kann in Zusammenarbeit mit den Kampfrichtern und Mannschaftsbetreuern beschränkende Wettkampfregeln und Bestimmungen über die Kampfentscheidung sowohl für Kinder und Jugendliche (z.B. nur Zulassung von Haltetechniken), als auch für Erwachsene festlegen.

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