Ju-Jutsu Allkampf: Zielgruppe und Modus
Ziel dieser Zweikampfformen ist es auch, das Angebot für unsere Sportlerinnen und Sportler zu erweitern, wenn sie nicht am Leistungssport im DJJV orientieren wollen. Sie erhalten hierdurch ein Podium zwischen dem Leistungs- und dem Freizeitsport im Ju-Jutsu. Für die Vereins- und Landestrainer liegen hier relativ leicht zu erschliessende Potentiale, neue Talente zu entdecken und für das Fighting zu gewinnen. Im Ju-Jutsu
Allkampf wird im Stand und in der Bodenlage mit Tritten,
Schlägen, Hebel- und Würgetechniken, sowie mit Wurftechniken
und Haltetechniken gekämpft. Erlaubt sind auch Tritte
gegen die Beine, Knietechniken sowie Ellbogentechniken und
Kopfstöße zum Oberkörper. Zum Kopf dürfen
Schlag- und Trittechniken nur im Leichtkontakt, zum Oberkörper
und zu den Beinen mit harten Kontakt (Wirkungstreffer) ausgeführt
werden. Die Techniken werden mit Punkten bewertet. Im Ju-Jutsu
Bodenkampf soll der Kampf nach einem Übergang vom
Stand zum Boden innerhalb von 10 Sekunden in der Bodenlage
geführt werden. Ziel ist es, den Gegner durch zwingende
Techniken (Hebel, Würge oder harte Atemi zum Körper)
zur Aufgabe zu zwingen. Eine Punktwertung erfolgt nicht. Für
den Kampfrichter bzw. den Trainer sind die Begegnungen einfach
zu überwachen, teilweise können sogar mehrere Kampfpaarungen
auf einer Mattenfläche gegeneinander kämpfen (Unklarheiten
über die Kampfentscheidung sind nahezu auszuschließen!?).
Gerade diese Wettkampfform eignet sich also besonders, um
Turniere mit geringem Aufwand und ohne grössere Verletzungsrisiken
im eigenen Verein durchzuführen. Hier kann jeder mitkämpfen! Als Alternative zum Leistungssportkonzept des Deutschen Ju-Jutsu (Fighting und Duo-Wettkampf) sollen an Allkampfveranstaltungen alle Budo-Wettkämpfer teilnehmen können, auch wenn sie nicht dem DJJV angehören. Unser Ju-Jutsu braucht einen Vergleich nicht zu scheuen! |