Ju-Jutsu Allkampf: Zielgruppe und Modus


Der Ju-Jutsu Allkampf umfasst den Freikampf ( Allkampf) und den Ju-Jutsu Bodenkampf, beide Regelwerke sind weit gefasst. Sie orientieren sich an den freien Anwendungsformen des Ju-Jutsu Prüfungsprogramms. Durch Zweikampfübungen sollen Ju-Jutsuka verantwortungsbewußt Erfahrungen sammeln, im Training erlernte Techniken unter relalistischen Störeinflüssen (Gegnerverhalten) wirkungsvoll anbringen zu können. So sind auch spannende Kämpfe zwischen den verschiedensten Kampfsportarten und Kämpfertypen möglich, wobei alle Stile und Kämpfertypen mit ihren individuellen Techniken und Taktiken arbeiten können.

Ziel dieser Zweikampfformen ist es auch, das Angebot für unsere Sportlerinnen und Sportler zu erweitern, wenn sie nicht am Leistungssport im DJJV orientieren wollen. Sie erhalten hierdurch ein Podium zwischen dem Leistungs- und dem Freizeitsport im Ju-Jutsu. Für die Vereins- und Landestrainer liegen hier relativ leicht zu erschliessende Potentiale, neue Talente zu entdecken und für das Fighting zu gewinnen.

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Im Ju-Jutsu Allkampf wird im Stand und in der Bodenlage mit Tritten, Schlägen, Hebel- und Würgetechniken, sowie mit Wurftechniken und Haltetechniken gekämpft. Erlaubt sind auch Tritte gegen die Beine, Knietechniken sowie Ellbogentechniken und Kopfstöße zum Oberkörper. Zum Kopf dürfen Schlag- und Trittechniken nur im Leichtkontakt, zum Oberkörper und zu den Beinen mit harten Kontakt (Wirkungstreffer) ausgeführt werden. Die Techniken werden mit Punkten bewertet.
Es gewinnt der Kämpfer, der nach zwei mal zwei Minuten Kampfzeit nach Punkten führt oder den Gegner durch Hebel- oder Würgetechnik vorzeitig zur Aufgabe zwingt.
Die Kämpfer müssen geeignete Schutzausrüstung (Fuß-, Knie und Schienbeinschutz, Faustschutz, Tiefschutz und Zahnschutz) tragen. Die von drei Kampfrichtern geleiteten Begegnungen sind relativ einfach zu kontrollieren, die Aufgaben für die einzelnen Kampfrichter sind einfach und überschaubar. Das Publikum kann den Punktestand in Zahlen stets aktuell verfolgen, Fachkenntnisse sind zum Verfolgen der Geschenisse und Wertungen nicht erforderlich.

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Im Ju-Jutsu Bodenkampf soll der Kampf nach einem Übergang vom Stand zum Boden innerhalb von 10 Sekunden in der Bodenlage geführt werden. Ziel ist es, den Gegner durch zwingende Techniken (Hebel, Würge oder harte Atemi zum Körper) zur Aufgabe zu zwingen. Eine Punktwertung erfolgt nicht. Für den Kampfrichter bzw. den Trainer sind die Begegnungen einfach zu überwachen, teilweise können sogar mehrere Kampfpaarungen auf einer Mattenfläche gegeneinander kämpfen (Unklarheiten über die Kampfentscheidung sind nahezu auszuschließen!?). Gerade diese Wettkampfform eignet sich also besonders, um Turniere mit geringem Aufwand und ohne grössere Verletzungsrisiken im eigenen Verein durchzuführen. Hier kann jeder mitkämpfen!

Als Alternative zum Leistungssportkonzept des Deutschen Ju-Jutsu (Fighting und Duo-Wettkampf) sollen an Allkampfveranstaltungen alle Budo-Wettkämpfer teilnehmen können, auch wenn sie nicht dem DJJV angehören. Unser Ju-Jutsu braucht einen Vergleich nicht zu scheuen!

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